Aus dem Kunstschatz der Walliser Kantonalbank

2017 feiert die Walliser Kantonalbank ihr 100 jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass gewährt sie erstmals Einblick in ihre rege Tätigkeit als Mäzenin und Sammlerin von Walliser Kunst und stellt Teile dieser Kollektion der Öffentlichkeit vor. Der Kunstverein Oberwallis freut sich, Ihnen die bedeutensten Werke der Landschaftsmalerei aus dieser Sammlung in einer Sommerausstellung in der Galerie Matze zu präsentieren.

Die ältesten dieser Landschaftsbilder stammen aus der Zeit der Romantik mit ihrer Rückbesinnung auf die erhabene Natur. Die spätere Genre-Malerei zeugt von der Leidenschaft der Entdeckung der Alpen und des Tourismus und die Savieser Schule, so wie der Jugendstil, idealisieren das ländliche Leben. Der Einbruch der Moderne bringt im Wallis eine eigene, sehr expressive Landschaftsmalerei hervor, geprägt durch die abstrahierten Formen der Hügel, Hänge und Schluchten.

In der Sammlung der Walliser Kantonalbank befindet sich ein sehr hoher Anteil Werke schweizweit und international bekannter Landschaftsmaler, auf die das Wallis eine starke Anziehungskraft ausübte. Stellvertretend seien hier erwähnt: Kaspar Käsli mit dem auf dieser Karte abgebildeten «Rhonegletscher» von 1878, «le torrent dans les roches» von Gustave Courbet, der «Mont Collon» des Genre-Malers und Alpinisten Rafael Ritz, die «Riffelalp» von Albert Gos, die «Allerheiligenkapelle» von Raphy Dallèves, dessen Hinterlassenschaft von 200 Werken die Gründung des Kunstmuseums in Sitten erlaubte. Auch der Walliser Maler von internationalem Renommee, Fernand Dubuis, ist mit dem Landschaftsbild «Tourbillon et Valère» vertreten, ebenso Leo Andenmatten mit «der gelben Landschaft» und Gottfried Tritten mit «dem blauen Berg».

Darüber hinaus gibt es weitere Entdeckungen zu machen in dieser aussergewöhnlichen Sammlung, welche sich Jahr für Jahr seit 1942 erweitert. http://art.bcvs.ch